Wie entwickelt sich die Laufbahngruppe 2.2 in Zeiten von Homeoffice, Leadership-Verfahren und neuen Karrierewegen? Genau darüber diskutierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer beim zweiten digitalen Stammtisch der DSTG NRW am 17. November 2025.
Thema: Das Personalentwicklungskonzept (PEK), das den beruflichen Weg innerhalb der LG 2.2 prägt. Mit dabei: Daniel Heck und Christian Bröker aus dem Personalreferat des ODF NRW, die spannende Einblicke in die Entstehung und Weiterentwicklung des PEK gaben.
Praxisnah und transparent - das PEK im Fokus
Die Diskussion zeigte: Das PEK ist längst mehr als ein theoretisches Konzept.
- Flexibilität für Beschäftigte: Gerade Kolleginnen und Kollegen mit familiären Verpflichtungen profitieren von neuen Möglichkeiten, auch ohne große Mobilität Karriere zu machen.
- Mehr Transparenz: Offene Stellenausschreibungen sollen den Bewerbungsprozess nachvollziehbarer und fairer gestalten.
- Qualität statt Pflichtprogramm: Ein reines "Abhaken" von Bausteinen wurde kritisch gesehen. Vielmehr geht es darum, durch Stationen in Funktions-Finanzämtern oder an der HSF NRW den fachlichen Horizont zu erweitern.
Neue Wege in der Beurteilung
Eine wichtige Neuerung sorgte für Gesprächsstoff: Seit der Beurteilungsrunde zum 31.12.2024 kann die Funktionseignung "S II" auch an Personen in A 14 vergeben werden - selbst ohne Beförderungseignung. Wer eine Dienststellenleitung anstrebt, sollte das direkte Gespräch mit der Führungskraft im Rahmen der beruflichen Entwicklungsberatung (BEB) suchen.
Stellenausschreibungen und Wunschlisten
Spannend war auch der Blick hinter die Kulissen: Nicht jede Ausschreibung zieht Bewerbungen nach sich. In solchen Fällen greift das Personalreferat auf die Wunschlisten (BEB) der Beschäftigten zurück - ein Instrument, das individuelle Veränderungswünsche und die geführten Perspektivgespräche sichtbarer macht.
Perspektiven für alle
Besonders betonte Personalreferatsleiter Daniel Heck: Das PEK gilt für die gesamte LG 2.2 und eröffnet auch Aufstiegsbeamtinnen und -beamten vielfältige Chancen - bis hin zu anspruchsvollen Werdegangszielen.
Fazit
Der digitale Stammtisch war mehr als ein Austausch: Er bot Impulse, Orientierung und konkrete Perspektiven für die berufliche Entwicklung. Ein Format, das zeigt, wie wertvoll der Dialog zwischen Personalreferat und Beschäftigten ist - und das Lust auf die nächste Runde macht.
Gastbeitrag von Annika Reverts


